-
Broschüre zur Medien- und Kreativwirtschaft
-
Broschüre zur Medien- und Kreativwirtschaft
-
Local Motors
Der User als Autobauer
Ein Artikel von Tom Hillenbrand
Quelle: Manager Magazin vom 31.05.2010
Local Motors ist der wohl erste Web-2.0-Autohersteller: Unternehmensgründer Jay Rogers lässt Design, Marktforschung und Konstruktion komplett von einer Internetcommunity erledigen. Sieht so die Zukunft der Pkw-Branche aus?
Hamburg - Autoindustrie und Internet - das ist keine Liebesgeschichte. Während sich Manager anderer Branchen den Kopf darüber zerbrechen, was Phänomene wie offene Schnittstellen, soziale Netzwerke oder User-Feedback für ihr Geschäftsmodell bedeuten, arbeitet die Pkw-Branche im Wesentlichen noch genauso wie zu Zeiten Helmut Kohls. Dabei könnten Daimler oder GM vom Silicon Valley einiges lernen. Doch wie meist bei großen Veränderungen, sind es nicht die Dickschiffe, die eine Branche neu erfinden - sondern Garagenbastler, Visionäre, Träumer.
Es gibt einen Mann, der alles in einem ist: der Amerikaner Jay Rogers. Er hat sich vorgenommen, die Prinzipien des Internets auf die Autoproduktion anzuwenden. Und er tut das so umfassend wie vermutlich sonst niemand auf der Welt. Rogers ist PS-Freak, das liegt in der Familie: Sein Großvater gründete 1901 Amerikas erste Motorradfirma Indian, er selbst hat alte BMWs und einen Mercedes 280 SEL von 1970 in der Garage. Rogers war Captain bei den Marines, hat in Harvard studiert und bei McKinsey gearbeitet. Er könnte vermutlich problemlos einen Top-Job bei GM oder Ford bekommen.
Stattdessen ist er Vorstandschef des Start-ups Local Motors (LM). Die US-Firma möchte Autos bauen, was gemeinhin als schwieriges, kapitalintensives Unterfangen gilt. Normalerweise braucht man dazu gigantische Fabriken, Heerscharen von Ingenieuren und Autodesignern, sowie ein riesiges Vertriebs- und Händlernetz. Jay Rogers sagt: “Das braucht man alles nicht mehr.”
In zwei Jahren zum Beta-Vehikel
Rogers’ 2008 gegründete Firma betreibt eine Web-Community und führt regelmäßig Designwettbewerbe durch, bei denen es Geldpreise zu gewinnen gibt. Über 60.000 Autoskizzen sind inzwischen online. LM betreibt zudem Foren für Technik und Produktion, inzwischen sind mehr als 6400 Menschen Mitglieder des PS-Netzwerks. Darunter sind laut Rogers viele Mechaniker und Industriedesigner, die es satt haben, für träge Großkonzerne zu arbeiten.
2008 stellte der kalifornische Designer Sangho Kim einen Entwurf online, der wie eine Kreuzung aus BMW X6 und Bigfoot-Truck aussah. Die Community war begeistert. Sie wählte Kims Vehikel zum coolsten Autodesign auf der Seite. “Damit war entschieden, welches Auto wir zuerst bauen”, sagt Rogers.
Alle bei LM veröffentlichten Designs lassen sich online weiterbearbeiten. Schon nach wenigen Tagen hatten andere Kreative Kims Entwurf optimiert, aspektualisiert, weiterentwickelt. Produktionsspezialisten wiesen auf Details hin, die in der Fertigung Probleme bereiten könnten. Fahrzeugingenieure entwarfen das komplette Chassis. “Nach 60 Tagen hatten wir das Ding durchgeplant”, erinnert sich Rogers.
Anders als bei herkömmlichen Autofirmen geschieht all das öffentlich. Die Fans haben die Möglichkeit, früh eine Bindung zu ihrem Traumauto aufzubauen. Designschritte, Prototypen, Testfahrten - alles wird auf der LM-Seite und auf YouTube dokumentiert. Knapp zwei Jahre nach Kims erstem Posting schießt der Prototyp des Vehikels - genannt Rally Fighter - durch die Wüste Nevadas. Bei großen Herstellern dauert so etwas fünf bis sieben Jahre.
Wie kann das sein? Rogers macht sich einen Umstand zunutze, der kaum jemandem bewusst ist: Nämlich dass die Autoindustrie, was ihre Fertigung angeht, zumindest ein bisschen Open Source ist.
Jeder kann von Zulieferern hergestellte Motoren, Antriebswellen oder Bremssysteme auf dem freien Markt erwerben. “Die passen im Prinzip zusammen.” Selber bauen wäre für LM zu teuer: “Ein Rücklicht zu designen ist schon ein Millionen-Dollar-Projekt”, sagt Rogers. Deshalb habe man eines von Mazda genommen, was aber kaum auffalle. In einer kleinen Fabrikhalle in Massachusetts bauen zehn Mitarbeiter die Autos dann zusammen.
Es gibt derzeit hundert Vorbestellungen, der erste Rally Fighter wird im November dem Kunden übergeben. 500 Autos müsse man verkaufen, so Rogers, dann lohne sich die Sache. Konfigurieren kann der Kunde nichts. “Es gibt das Produkt nur in einer Ausführung. Da sind wir nicht wie Porsche, sondern eher wie Apple.” Auch das reduziert die Kosten.
Den Titanen der Pkw-Industrie wird Rogers mit seinem Modell kurzfristig wohl keine Konkurrenz machen. “Ja, wir sind klein. Aber ist das schlecht?” Eine moderne Autofabrik, als Beispiel nennt Rogers Nissans Werk in Smyrna (Tennessee), koste rund 2,5 Milliarden Dollar. Seine Mikrofabrik, eine umgebaute Lagerhalle, habe 250.000 Dollar gekostet. “Ich kann also sehr viele davon bauen. Alle lokal, ohne später eine riesige Industriebrache zurückzulassen.”
Nach dem Rally Fighter sind bereits weitere Modelle in Planung. Und wenn der Markt für im Web designte Autos irgendwann größer werden sollte als erwartet, dann will Rogers seine Mikrofabriken möglicherweise abschaffen und auf ein Modell umstellen, wie es etwa der Turnschuhhersteller Nike verwendet: LM würde sich dann nur noch mit der Umsetzung der Community-Designs und dem Marketing beschäftigen, die Produktion übernähme jemand anders - vielleicht einer der herkömmlichen Autohersteller: “Die haben schließlich reichlich Überkapazitäten.”
-
Stanley P. Kowalski lehrt als Jurist am Franklin Pierce Center for Intellectual Property der Universität von New Hampshire. Für ihn ist geistiges Eigentum nicht nur ein Aktivposten, sondern vielmehr ein Werkzeug, mit dem sich der globale Fortschritt ankurbeln lässt. Hier eine Slideshare von ihm zum Umgang mit Open Innovation!
-
Unser Veranstaltungstipp in Leipzig:
FOKUS: Kreativwirtschaft - WTF?!! - Es gibt noch viele offene Fragen. Wir denken es wäre wünschenswert, dass die Beantwortung dieser drängenden Fragen nicht allein der Politik und Verwaltung übergeben wird. - Also diskutiert mit darüber, ob Leipzig ein Cluster Medien- und Kreativwirtschaft braucht oder ob sich die Wirtschaftsförderung auf die etablierten Industrie- und Dienstleistungsbereiche konzentrieren sollte? Und wie passen Kunst und Kultur eigentlich in wirtschaftliche Konzepte?
-
Preisverleihung API@Work
Am Montag den 6.02.2012 findet die
Preisverleihung API@Work ab 19:30
im Plan B-Kulturkaffee
in der Härtelstraße 21, Leipzig statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
-
the principles of innovation
-
3. FabLab Stammtisch
Der Januar neigt sich dem Ende zu und somit steht der 3. FabLab Stammtisch steht vor der Tür. Am kommenden Mittwoch dem 1. Februar treffen wir uns wieder im SubLab (Westwerk) um uns über das Projekt FabLab Leipzig auszutauschen. Die Fragen vom letzten mal findet ihr unter http://hackstatt.org/de/forums/fragen-vom-stammtischund seit herzlich eingeladen, diese auch zu beantworten. Für den 3. FabLab Stammtisch haben wir einen Bund von Schlüsseln für Räume im Westwerk zur Verfügung gestellt gekriegt, welche wir uns anschauen können. Macht euch also auf eine kleine, aber spannende Runde gefasst.
WAS:
3. FABLAB STAMMTISCH
ORT:
sublab e.V. Karl-Heine-Strasse 93 04229 Leipzig
WANN:
Mittwoch, 1. Februar 2012 19:00 Uhr
wir freuen uns, bekannte und neue Gesichter zu sehen
Pascal
-
Entrepreneurial Communities MUST be led by Entrepreneurs
Brad Feld ist ein Venture Capitalist, seine Firma „The Foundry Group“ investiert in junge IT Startups, zum Beispiel Makerbot Industries, StockTwits, Zynga und viele andere. http://foundrygroup.com/portfolio/ Er ist nicht nur an der reinen Startup Szene interessiert, sondern auch daran, wie man Entrepreneurial Communities aufbaut und Städte zu mehr Wachstum bringt. Auf seinem Blog www.feld.com hat er über das Konzept „Entrepreneurial Communities“ berichtet: Er glaubt, dass solche Communities durch die entstehende Entrepreneurs die schon da sind aufgebaut werden muss, um langfristig und beständig an einem sich schnell wandelnden Markt erfolgreich zu sein.
Was ist eine sog. Entrepreneurial Community?
Eine Entrepreneurial Community ist ein Teil der Stadt, die wie ein Ökosystem funktioniert um kreative Ideen umzusetzen und erfolgreiche Firmen zu gründen.
Wir Leipziger müssen verstehen, dass unsere Stadt viele Stärken aber auch Schwächen gegenüber anderen Städten hat. Warum wir alle hier sind ist nicht die richtige Frage – wir sind hier und jetzt wir wollen es verbessern. Wir müssen unse eigene Stärke entwickeln und dadurch erst entwickelt auch Leipzig seine eigenen Vorteile. Deswegen muss die Community von internen Akteure aufgebaut, entwickelt und kommuniziert werden. Prinzip eins ist,
„An Entrepreneurial Community MUST be Led by Entrepreneurs“
-
Entrepreneurial Communities haben „leaders“ und „feeders“.
-
Leaders sind die Entrepreneurs.
- Feeders sind Anwälte, Buchhalter, Investoren, Geldgeber und die Behörde / Regierung.
Leaders und Feeders haben zwei verschiedene Rollen.
Wichtig ist, dass Feeders unterstützen.
Feeders sind Unterstützer, die dem Ganzen helfen aber die Entrepreneurs sind für die Leitung verantwortlich.
Ohne eine langfristige Sicht können auch kurzfristige Pläne und Programme nicht nachhaltig werden.
Kurzfristige Programme und Interessen verlaufen sich oftmals im Sande.
Beispiele kommen aus Colorado, wo Entrepreneurial Initiative haben und ihre Entrepreneurial Community stärken wollen:
- Entrepreneurial By Nature — http://www.entrepreneurialbynature.com/
- Unreasonable institute — http://unreasonableinstitute.org/what-we-do/
- Something Independent — http://www.somethingindependent.com/about.cfm
Unsere Frage an die Leipziger Akteure lautet:
Wer weiß, welches die wichtigsten Entrepreneurial Initiativen in Leipzig sind?
Bitte kommentiert und schreibt uns Eure Ideen via Twitter, Facebook oder auf tumblr oder via E-Mail 2.0@innolab-leipzig.de.
-
-
Innovationsempfehlung - Workshop HTWK Leipzig - Biomechanics, Materials Applications, and Reverse Engineering
Simpleware Seminar: Image-based Simulation for Biomechanics, Materials Applications, and Reverse Engineering
Date: Thursday, 26 January 2012
Time: 9.30 - 11.30 am
Location: Room F305, Föppl-Building 3rd Floor, HTWK Leipzig, GermanyThis seminar is aimed at those interested in 3D reconstruction from radiology images, and in using 3D image data (as obtained from CT, Micro-CT, MRI and Ultrasound) to generate Rapid Prototyping, CAD, and Finite Element models.
The seminar will demonstrate the ease of obtaining high quality meshes from 3D images, and will show the workflow of processing and meshing image data for biomedical and materials applications. You will also see the latest segmentation and meshing tools in the latest versions of ScanIP+FE+CAD released in 2011.
Attend this Seminar to learn how to:
- Generate computer models from your 3D image data
- Import and position CAD files in the image data
- Integrate with Ansys, Abaqus, Comsol, LS-Dyna, or other solvers
- Use Simpleware software for specific applications in medical engineering or materials science



